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Das Siegel diente der Beglaubigung von Promotionsurkunden zum poeta laureatus, wovon jedoch keine einzige Urkunde erhalten ist. Das Siegelfeld zeigt Apollo mit Strahlenkrone, einen Pfeil auf die am Boden liegende Phytonschlange abschießend. Ihm gegenüber spielt Merkur mit Flügelhelm und Botenstab die Flöte. Die Umschrift lautet: SIGILLVM: COLLEGII : POETARVM : VIENNAE **. Zwischen dem Beginn und Ende der Umschrift schwebt der Königsadler mit dem Brustschild Maximilians I.

Siegelstempel des „Collegium Poetarum et Mathenaticorum“. 1501

Das große Rundsiegel zeigt eine Frauengestalt mit Waage in der Linken und einem Spruchband mit der Aufschrift: iusticia. Die Umschrift lautet: * sigillum * facultatis * iuristarum  * studii * wiennensis.

Großes Siegel der Juristen, ca. 1450–1500

Ursprünglich als Rücksiegel (Sekretsiegel) für das Große Universitätssiegel verwendet (so beim "Pedellenstatut" von 1366), diente es später der eigenständigen Besiegelung von weniger bedeutsamen Rechtsakten. Die Umschrift lautete 1366 "secretum sapientie" und wurde 1399 zu "s[igillum] sapientie studii wienn[ensis]" umgeschnitten. Das Siegel zeigt die Sapientia als Frauengestalt und ist damit ein Vorläufer des auch gegenwärtig in Verwendung stehenden Universitätssiegels.

Das Mittlere Siegel der Universität Wien (Sekretsiegel), 1366 / 1399

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