Dichter und Kulturphilosoph, Slawist
Kollár studierte in Deutschland evangelische Theologie und wurde Geistlicher; bis 1849 wirkte er als Prediger in Budapest. Schon während seiner Studienzeit entwickelte er intensives Interesse an slawischer Kultur- und Siedlungsgeschichte. Er entwickelte die Vorstellung eines Slawentums aus einer demokratischen und protestantischen Tradition. Im Sinne Herders betrachtete er die Volkspoesie als Träger nationalen Geistes und war maßgebend an der Sammlung slowakischer Liedtexte beteiligt. 1849 erhielt er an der Evangelisch-theologischen Fakultät eine Professur für slawische Archäologie.
1998 wurde ihm zu Ehren ein Denkmal im Arkadenhof der Universität Wien enthüllt.
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