Karol (Karl) Kuzmány, Prof., Dr. theol. h.c.

Prof., Dr. theol. h.c.

Dekanin, Evangelisch-Theologische Fakultät, 1861/62

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(Kuzmany)

Dichter

Kuzmány studierte am Lyzeum in Pressburg (Bratislava) und in Deutschland Theologie und Philosophie. Er schlug zunächst die Laufbahn eines Geistlichen ein, war publizistisch tätig und übersiedelte 1849 nach Wien, als er in seiner damals zu Ungarn gehörenden Heimat des "Panslawismus" verdächtigt wurde. An der Evangelisch-theologischen Fakultät (einer eigenständigen Lehranstalt, die erst 1922 in den Verband der Universität aufgenommen wurde) erhielt er noch im selben Jahr die neu geschaffene Professur für praktische Theologie. Als Literat machte er sich für ein neu gewonnenes slawisches Selbstbewusstsein stark und widersetzte sich der Magyarisierungspolitik, was ihn zum Vertrauensmann des Wiener Hofes machte. 1861/62 Dekan der Evangelisch-theologischen Fakultät sowie 1862 deren erster Ehrendoktor (gemeinsam mit Gabriel Szeremlei, Heinrich Julius Holtzmann und Wilhelm Mangold).

Relief von Ludmilla Cvengrošová, finanziert durch das Národné Literárne Centrum in Bratislava, enthüllt 1998.

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Thomas Maisel