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Das Auditorium Maximum der Universität Wien wurde 2005 und 2006 renoviert und neugestaltet. Es bietet heute 756 Sitzplätze, eine Bühne über die gesamte Breite des Saales, ein bewegliches Rednerpult sowie eine große Leinwand.
Die Giebelgruppe 'Philosophie' von Edmund Hellmer, 1877. Heinrich Ferstel, der Architekt des Universitätsgebäudes an der Ringstraße, hat auf die künstlerische Ausgestaltung der Fassaden großen Wert gelegt und ein umfassendes ikonographisches Programm entworfen, das sowohl Gestalten der griechischen Mythologie als auch der Wissenschaftsgeschichte einbezieht. Bestimmte Fassadenzonen waren den einzelnen Fakultäten und ihren Teildisziplinen vorbehalten, u.a. für alle eine alegorische Figurengruppe für jede der damals bestehenden vier Fakultäten - Edmund Hellmer gestaltete die "Philosophische" und die "Katholisch-Theologische Fakultät".
Für die Gestaltung der Decke des Großen Festsaales hatte Architekt Heinrich von Ferstel eine malerische Ausschmückung vorgesehen. Mit der Ausführung der Ölgemälde wurden 1894 die beiden Maler Franz Matsch und Gustav Klimt gemeinsam beauftragt. Matsch sollte das große mittlere Gemälde, ein Fakultätsbild (Theologie) und sechs personifizierte Wissenschaften als Zwickelbilder und Klimt drei Fakultätsbilder (Philosophie, Medizin, Jurisprudenz) und ebenfalls sechs Zwickelbilder schaffen.